Morgenland im Abendland

Josef Hader reist nach Andalusien, wo es zwischen 711 und 1492 muslimisch dominierte Reiche gab – wie das Kalifat von Cordoba und das Emirat von Granada. Neben bewaffneten Auseinandersetzungen existierte damals ein Jahrhunderte überdauernder Kulturaustausch und somit das friedliche Zusammenleben zwischen den drei Buchreligionen Judentum, Islam und Christentum: „La Convivencia“. 


"Morgenland im Abendland" bietet humorvolle Unterhaltung und eine Fülle von interessanten, historischen Tatsachen.


Ausgezeichnet mit dem Comenius Award (2016) 


"Hinreißendes Fernsehen!" - Tageszeitung KURIER


Trailer


Fotos

  • Morgenland im Abendland - Josef Hader in Andalusien
  • Morgenland im Abendland - Josef Hader und Werner Boote
  • FullSizeRender
  • MiA_Pammesberger_Auto
  • MiA_Hader_Serrano
  • MiA_HaderAmPferd
  • Morgenland im Abendland - Dreharbeiten in Perchtoldsdorf


Josef Hader

„Ich glaube, dass aktuelle Geschehnisse und generell die Zeitstimmung uns nahelegen, dass Integration überhaupt nicht funktioniert. Und ich glaube, dass das ein zutiefst falscher Eindruck ist. Man muss es objektiv beurteilen und darf nicht nur dorthin schauen, wo es gar nicht funktioniert“, meint Josef Hader.


Michael Pammesberger

Der bekannte österreichische Karikatur fertigte für den Film jene Zeichnungen an, die Josef Haders Reise von Österreich nach Spanien und zurück zeigen.


Drehorte in Österreich

Wien Spittelau, Perchtoldsdorf, Flughafen Wien, Urban-Loritz-Platz, Am Schöpfwerk


Drehorte in Spanien

Tarifa, Jaén (Castillo Santa Catalina), Sevilla, Las Navas de Tolosa, Córdoba, Válor, Granada, Jerez de la Frontera (Königlich-Andalusische Reitschule)


Pressestimmen

• Kolumnist Guido Tartarotti im KURIER vom 08.04.2015 "Prof. Josef Hader": 

Werner Bootes hervorragend gefilmter, von Fritz Schindlecker hervorragend geschriebener, von KURIER-Karikaturist Michael Pammesberger hervorragend illustrierter Film „Morgenland im Abendland“ war hinreißendes Fernsehen, eine echte Erholung von dem ganzen Unfug des Osterwochenendes. Der unvergleichliche Josef Hader  führte mit herzerwärmendem Witz („Wir kommen nach Cordoba, des is des andere Cordoba, wo wir überhaupt nix g’wunnan haben“) durch die Geschichte der islamischen Reiche in Spanien. Und sofort dachte man sich: Josef Hader müsste in der Schule Geschichte unterrichten, dann wäre das Fach das beliebteste von allen. (aus KURIER 08/04/2015) 

• Horizont-Herausgeber Sebastian Loudon im Editorial 15/2015 "Lachend verstehen" "In der Wissensvermittlung kann intelligent eingesetzter Humor Wunder bewirken. Das bewies Josef Hader im grandiosen ORF-Film `Morgenland im Abendland´, in dem er der Zeit, in der die Mauren über die iberische Halbinsel herrschten, nachspürt. Das ist keine Komik, keine Satire. Dafür aber anschaulich und unterhaltsam vorgetragene Vermittlung einer Episode der europäischen Geschichte, aus der viel zu lernen ist. Bitte weiter so: Denn wenn die Welt um uns schon reichlich unwitzig und mitunter schwer begreiflich ist – lasst sie uns wenigstens mit einem Schmunzeln im Gesicht versuchen zu verstehen." (aus HORIZONT 15/2015) 

 • KURIER vom Sonntag 05.04.2015 "Als es Religionen und Toleranz gab" und die Kopie zum Anklicken davon. Boote über die Zusammenarbeit: "Man muss den Hader Hader sein lassen. Das Starke am Film: Dass er so ist wie er ist. Und dass durch ihn die Ereignisse so nachvollziehbar werden." (aus KURIER 05/04/2015 von Werner Rosenberger) 

• Die Presse vom 07.04.2015 "kreuz und quer: Eine Reise ins spanische Mittelalter" und die Kopie zum Anklicken davon. Josef Hader: "Werner Boote mit an Bord zu holen, war im Übrigen ein Goldgriff. Er ist ein Vollprofi. Zunächst hielt er sich zurück und ließ mich meine braven Fragen stellen, dann kam er mit seinen knallharten Fragen“, erzählt Hader. „Manchmal war er so bohrend und kritisch, dass ich dachte, das Interview wird gleich abgebrochen. Aber zum Glück kam es nie so weit." (aus DiePresse 07/04/2015) 

• Oberösterreichische Nachrichten vom 07.04.2015 "Integration ist kein Hobby von Gutmenschen" und die Kopie zum Anklicken davon. Josef Hader: "Als Schüler war Geschichte mein Lieblingsfach und ich bin noch immer der Überzeugung, dass Geschichte hilft, die Gegenwart besser zu durchschauen." (aus OÖ Nachrichten 07/04/2015) 

• Kleine Zeitung vom 07.04.2015 "Rauft Euch zusammen!" "Es haben sich damals auch nicht alle nur gern gehabt", resümiert Josef Hader. "Aber man hat versucht zusammenzuleben und -zuarbeiten, weil es für alle von Vorteil war. Diese Koexistenz der Kulturen hatte eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte zur Folge, die in dieser Zeit einzigartig auf der Welt war", sagt der Schauspieler. Doch was, glaubt Josef Hader, könne der Mitteleuropäer von heute aus der Hochkultur der Mauren lernen? "Dass es sich lohnt, sich zusammenzuraufen. Auch wenn es nicht leicht ist." (aus Kleine Zeitung, 07/04/2015) 

• Josef Hader im Interview mit The Huffington Post: "Der Islam ist mir nicht fremd, ich komme vom Bauernhof" „Ich komme von einem Bauernhof. Kinderarbeit, Kopftuch tragende Frauen und Männer, die mehr dürfen als ihre Gattinnen, das sind mir seit der Kindheit wohlbekannte Lebensweisen“, sagt der 53-Jährige dem Magazin. Dass man auf den höre, der beim Gottesdienst predigt, sei ihm ebennso aus der ländlichen Welt vertraut, erklärte Hader und fügte hinzu: „Mein Großvater ist 1914 noch für Gott in den Krieg gezogen“, daher sei die Angst gegenüber dem Islam bei ihm nicht so ausgeprägt. Die Frage sei allerdings, „wie geht man damit so um, dass man nicht die Lacher von der falschen Seite kriegt“, sagte der Kabarettist. (aus The Huffington Post, 12/03/2015) 

• Josef Hader im Interview mit dem Nordkurier: In der Dokumentation „Morgenland im Abendland“ setzen Sie sich mit zwei Kulturen auseinander, die zunehmend in Konflikte geraten. Mit welchen Gefühlen beobachten Sie diese Entwicklung? Josef Hader: Ich glaube, dass aktuelle Geschehnisse und generell die Zeitstimmung uns nahelegen, dass Integration überhaupt nicht funktioniert. Und ich glaube, dass das ein zutiefst falscher Eindruck ist. Man muss es objektiv beurteilen und darf nicht nur dorthin schauen, wo es gar nicht klappt, zum Beispiel nach Neukölln, um das „berühmte“ Buch anzusprechen. Wenn man sich das ganze Land anschaut, und da spreche ich von Österreich und von Deutschland, muss ich sagen, dass Integration zu einem großen Prozentsatz funktioniert. Natürlich darf man nicht beiseiteschieben, dass es wirklich große Problembereiche gibt. Diese Problembereiche entstehen vorwiegend dort, wo Jugendliche keine Arbeit und keine Perspektive mehr finden. Das ist ein wirtschaftliches Problem, kein Integrationsproblem. Man hat auch bei sogenannten „Inländern“ das Phänomen, dass Jugendliche abdriften, die keine Perspektive sehen. Das wird zum Migrationsproblem, weil der Prozentsatz derer, die keine Arbeit finden, unter den Migranten größer ist als unter Nicht-Migranten. Man sollte die Kirche im Dorf lassen und genau anschauen, wo die Problemfelder liegen. Und die Politik ist in der Verantwortung, diese Probleme stärker anzugehen. Aber am Erwecken des falschen Eindrucks, dass Integration überhaupt nicht funktioniert, können doch eigentlich nur rechte Kreise ein Interesse haben. (aus Nordkurier, 19/03/2015) 

• Josef Hader im Interview mit Der Standard über die Freiheiten des Humor. 

• "Mit Josef Hader ins Morgenland des Abendlands" Südtirol News 

• Artikel in der NOE24: "Perchtoldsdorfer drehte ORF-Film über Islam"


Stabliste 

Präsentation: Josef Hader • Konzept und Idee: Fritz Schindlecker • Wissenschaftliche Beratung: Peter Feldbauer, Heinz Nußbaumer, Gottfried Liedl und Gregor Gatscher–Riedl • Buch: Fritz Schindlecker, Werner Boote und Josef Hader • Regie: Werner Boote • Zeichnungen: Michael Pammesberger • Kamera: Dominik Spritzendorfer und Mario Cobretti aka Mario Hötschl • Drohnen: Lukas Prudky und Daniel Ausweger, Thomas Kirschner und Christian Weilpoltshammer • Ton: Andreas Hamza • Musik: Marcus Nigsch • Schnitt: Michaela Müllner • Schnittassistenz: Sabrina Joksimovic • VFX: Fritz Dorfner • Farbkorrektur: Thomas Varga • Tonmischung: Thomas Pötz • Aufnahmeleitung Spanien: Javier Mateos Párraga • Set-Fotograf: Petro Domenigg • Deutsche Sprecherstimmen: Monika Müksch, Susanna Ridler, Christian Reiner, Peter Strauss • Produktionsleitung: Florian Brandt •Produktionskoordination: Sandra Hirscher • Postproduktionsleitung: Robert Sattler • Produzent: Markus Pauser, Erich Schindlecker • Dank an: Houda Jabrane und Familie, El legado andalusi Departamento de Comunicatión y actividades Didacticas Parque de las Ciencias de Granada, Cabildo von Sevilla, Cabildo von Córdoba, Pilar Orellana Pérez, Andalusia Film Commission, Museo Arqueológico de Granada, NIKI Luftfahrt GmbH, Initiative Mezquita Córdoba, Spanisches Fremdenverkehrsamt Wien, Bassena Stadtteilzentrum am Schöpfwerk, Schule am Schöpfwerk • Redaktion: Gerhard Klein, Heinz Nußbaumer, Christoph Guggenberger • Eine Koproduktion von ORF und e&a film • Gefördert von RTR-Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien, Kultur Niederösterreich und Bundesministerium für Bildung und Frauen • Entstehungsjahr: 2015 


Fragen zum Film

Bitte wenden Sie sich an e&a film