AKTIVITÄTEN UND REAKTIONEN NACH DEM FILM

 

Plastic Planet hat viel verändert.

Lesen Sie hier eine Chronologie der Ereignisse.

  

Plastic Planet ist der erste Kinofilm über die globale Bedrohung durch Kunststoffe. Die Weltpremiere findet im September 2009 statt. Zu diesem Zeitpunkt hörte man an jeder Supermarktkassa die Frage „Darf´s ein gratis Plastiksackerl sein?“.

Schon während des Kinostarts erweckt der Dokumentarfilm viel Aufsehen: In Österreich wird eine wissenschaftliche Studie veröffentlicht, die darauf hinweist, dass aus Plastikflaschen und Babyschnullern die besorgniserregende Substanz BPA (Bisphenol A) austritt. Die Produkte werden aus dem Markt genommen. - Zuerst österreichweit und später in ganz Europa.

Zum Kinostart verbreitet die Dachorganisation der europäischen Kunststofffirmen einen 14-seitigen Mediakit, um die gesamte Kunststoffindustrie auf den Film vorzubereiten. Sie kauft gesetzwidrig die Internet-Domain des Films und schreibt darin eine Entgegnung. Somit ist `Plastic Planet´ ein Film, auf den ein gesamter Industriezweig reagiert.

Eine Woche nach dem Österreich-Start von `Plastic Planet´ tritt eine Kinobesucherin an Regisseur Werner Boote heran mit der Frage, ob er ihr Experiment mit der Kamera begleiten möchte: Sandra Krautwaschl will mit ihrer Familie ein Monat plastikfrei leben!

Das Experiment Kein Heim für Plastik beginnt im Dezember 2009, findet mediale Aufmerksamkeit und begründet auch die neue, anhaltende Lebenseinstellung der steirischen Familie. Sandra Krautwaschl berichtet darüber in ihrem Blog und schreibt später das Buch Plastikfreie Zone.

Ab sofort entschließen sich immer mehr Menschen für ein plastikfreies LebenKinobesuchInnen lassen ihr Blut auf Plastikrückstände testen und die Ergebnisse sind alarmierend. Mehrere Zeitungsberichte und Fernsehdokus begleiten Familien und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beim plastikfreien Leben. Anneliese Bunk und Nadine Schubert in Deutschland schreiben das Buch Besser leben ohne Plastik. Eine Bewegung ist geboren und die Community breitet sich über Europa hinaus. Im englischen Wörterbuch findet sich bald ein Name für jene Menschen, die plastikbewusst einkaufen: die `Plasticarians´.

Schnell wird Plastic Planet zum inoffiziellen Pflichtfilm in Schulen. Eine niederösterreichische Schülerin sieht den Film und fordert ihre Mutter zum Handeln auf: Diese ist Stadträtin von Wieselburg und als solche gewinnt Irene Weiß die Geschäftsleute der Stadtgemeinde für das Projekt my bag is not plastic. Viele Regionen und Städte folgen diesem Beispiel und setzen mit ähnlichen Aktionen ein Zeichen für die Umwelt. (zB Ökoregion KaindorfDie traditionellen Plastiktüten (auf Erdölbasis) werden zunehmend aus den Geschäftsregalen verbannt. Designer Meylenstein entwirft eigens Stofftüten für den Film. 

Als Regisseur Werner Boote seinen Film beim Abu Dhabi Filmfestival vorstellt, befinden sich der Berater des Scheichs und der Minister für Wasser und Umwelt im Publikum. Beim anschließenden Treffen rät Boote, Plastiktüten in den Vereinten Arabischen Emiraten zu verbieten, weil jedes dritte Kamel (laut einer Studie 2011) aufgrund von achtlos weggeworfenen Plastiktüten in der Wüste verendet. Wenige Tage später wird das Plastiktüten-Verbot für die Vereinten Arabischen Emirate verabschiedet. - Weltweit folgen immer mehr Städte und Länder diesem Beispiel. 2015 verabschiedet die EU das Gesetz, dass Plastiktüten ab 2018 nicht mehr kostenlos weggegeben werden dürfen.

`Plastic Planet´ reist in über 80 Länder. Ein 16-jähriger Holländer kontaktiert Werner Boote nachdem er den Film in der Schule gesehen hat und will etwas gegen den Plastikmüll im Meer unternehmen. Boyan Slat erfindet die derzeit wohl erfolgversprechendste Methode um Plastik aus den Ozeanen zu bekommen und gründet The Ocean Cleanup zusammen mit 60 internationalen Wissenschaftlern. Im Jahr 2017 hat er das gewaltige Budget von 30 Millionen Dollar zusammen und beginnt im Juli 2018 mit der Arbeit.

Mittlerweile ist Boote zu einer Art Ombudsmann im 'Kamof gegen Plastik' geworden. Er engagiert sich für Menschen, deren lebensbedrohende Krankheiten mit Giftstoffen von Plastik in Verbindung gebracht werden. Das geht bis hin zu Todesfällen in und um Kunststofffabriken. Er hält Vorträge an Schulen und Universitäten. Das Thema Plastik findet seinen Weg in die breite Öffentlichkeit. Facharbeiten und wissenschaftliche Studien zum Thema häufen sich. (zB UNI Bodenkultur "Lebensmittel halten länger frisch in biologisch abbaubaren Kunststofftüten"). Ein universitäre Untersuchung besagt, dass seit dem Kinofilm 'Plastic Planet' Studien zum Thema 'Kunststoff' leichter finanzierbar sind.

ForscherInnen finden fünf weitere riesige Plastikmüllstrudel in den Weltmeeren. WissenschaftlerInnen warnen davor, dass bald alle Meerestiere, Nutztiere und Seevögel Plastik im Magen haben werden. Die hohen Plastikverschmutzungen in unzähligen Seen und Flüssen werden analysiert und lenken die öffentliche Aufmerksamkeit auch auf das Problem Mikroplastik. Die Schäden für die Gesundheit der Menschen werden weiter untersucht. Unzählige neue Studien untermauern, dass Substanzen, die aus Kunststoffen austreten können, für Krebs-, Herzerkrankungen, Fettleibigkeit, hormonelle Allergien, Autismus und Unfruchtbarkeit verantwortlich gemacht werden müssen. 

Auch viele junge WissenschaftlerInnen (zB Sommeruniversität TU Ilmenau mit dem Motto "Plastic Planet"), SchülerInnen (zB Schulprojekt Land SteiermarkKundmanngasse) und sogar Kindergartenkinder finden in 'Plastic Planet' Inspiration. Unzählige Hausarbeiten, Facharbeiten und wissenschaftliche Arbeiten sind die Folge.

Eine schier endlos wirkende Zahl an Ausstellungen, Kunstwerken, Sinfonien, Fotoausstellungen, Gemälden, Musikstücken und Installationen nennt 'Plastic Planet' ihre Quelle: `Plastic Planet´ inspiriert Künstler.

Der Kinoerfolg und die allgemein steigende Aufmerksamkeit stärken PolitikerInnen im Spannungsfeld mit der Kunststofflobby. In Österreich gibt es eine parlamentarische Anfrage ALLER Parteien zum Thema, was sehr außergewöhnlich in einem Parlament ist. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden neue Gesetze verabschiedet.

Zusammen mit 60 internationalen Wissenschaftlern, NGOs und der BCUK (Breast Cancer UK) richtet Werner Boote im Juni 2010 eine Forderung an die EFSA um Bisphenol A in Babyflaschen zu verbieten. Im November 2010 entscheidet sich die EU für das Verbot von BPA in Babyflaschen.

Filmemacher Boote hält Reden in Parlamenten, bei internationalen Kongressen und Konferenzen und präsentiert Plastic Planet 2011 bei der Klimakonferenz in Cancun.

Immer mehr Menschen starten Kampagnen und Aktionen gegen Plastik und Plastikmüll (zB. Küste gegen PlastikGrüne Tüte). Allmählich bringen auch einige Unternehmen Produkte aus alternativen Materialien auf den Markt. Die ersten plastikfreien Geschäfte öffnen ihre Pforten.

Scheinbar ungeachtet dessen nimmt der globale Plastikwahnsinn seinen Lauf. Die Industrie verpackt weiter und weiter. Mehr und mehr. Mancherorts werden sogar geschälte Früchte, Eier oder Gemüse in Plastikfolie eingeschweißt. Als böte die Natur selbst keine nachhaltige Verpackung! 

Am 14.01.2014 schlägt das EU-Parlament Plastik-Alarm und beschließt, dass ab 2020 die gefährlichsten Plastikprodukte und bestimmte Plastikttüten verboten werden. Ebenso wird der Widerstand gegen Giftstoffe in Kinderspielzeug und Mikroplastik in Kosmetika laut. Im Dezember 2015 verabschiedet US-Präsident Barack Obama ein Gesetz, dass die Herstellung und den Verkauf von Produkten mit Mikroplastik in den USA ab dem Jahre 2018 verbietet. Später folgen Kanada, Großbritannien und Schweden (2018).

Im Jahr 2018 wird der Verein Plastic Planet Austria von einer Gruppe engagierter AktivistInnen gegründet und die EU überlegt ein Verbot von Mikroplastik, Einweggeschirr aus Plastik und eine Besteuerung von Plastikmüll. Damit längst notwendige Gesetze verabschiedet werden, braucht es BürgerInnen, die diese auch einfordern. 

`Nach der Steinzeit, der Bronzezeit und der Eisenzeit haben wir jetzt: die Plastikzeit.´ sagt Werner Boote zu Beginn des Films. Sieben Jahre nach `Plastic Planet´ rufen internationale WissenschaftlerInnen an der University of Leicester offiziell eine neue Zeitepoche aus: Das Plastikzeitalter.

 

Die Antworten auf die in 'Plastic Planet' aufgeworfenen Fragen sind so vielfältig wie ein globaler Bewusstseinswandel. 

   

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Klicken Sie auf das Foto und lesen Sie, wie die Kunststoffindustrie auf PLASTIC PLANET reagierte. 

 

 

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