PLASTIKFREI LEBEN

 

Aufgrund des Films PLASTIC PLANET beschließt eine Familie im Jahre 2009, ohne Kunststoffe zu leben und wagt das Experiment keinheimfuerplastik.

Was damals noch schier unmöglich schien, ist heute zur neuen Lebenseinstellung von vielen Menschen geworden.

 

LESEN SIE HIER ÜBER DEN BEGINN DER PLASTIKFREIEN COMMUNITY

 

DER FILM "PLASTIC PLANET"

Am 17. September 2009 feiert der Dokumentarfilm "Plastic Planet" im Grazer Schubert Kino seine Premiere in der Steiermark (Österreich). "Hunderte checkit.userInnen stürmten das Kino." berichtet der Kooperationspartner Radio Soundportal.

Unter den BesucherInnen befinden sich Sandra Krautwaschl und ihre Freundin Nicole. Sandra Krautwaschl erinnert sich genau an den Abend: "Bevor es losgeht mit dem Film, werden – wie bei Premieren üblich – ein paar einleitende Worte gesprochen, die mit dem Hinweis enden, dass Werner Boote, der Regisseur, nach der Vorstellung für Fragen zur Verfügung stehen wird. Was mich lediglich dazu veranlasst, Nicole noch schnell zuzuflüstern: `Du, da machen wir uns aber gleich aus dem Staub, ich finde solche Diskussionen mühsam!´" 

Der Film hinterlässt bei Sandra Krautwaschl einen tiefen Eindruck. Sie bleibt nicht nur bis zur allerletzten Minute des Publikumgesprächs sondern fasst ihr Erlebnis später folgendermaßen zusammen: "Während Nicole und ich uns schließlich nach draußen drängen, überkommt mich bereits das Gefühl, nicht mehr derselbe Mensch zu sein, als der ich dieses Kino betreten habe. Irgendein Schalter scheint in meinem Kopf umgelegt worden zu sein."

Noch am selben Abend erzählt sie ihrem Mann Peter Rabensteiner vom Film und dass sie etwas tun will. Kurz danach sprechen die beiden mit ihren Kindern. Am 25. September 2009 schreibt sie Werner Boote den folgenden Brief: 

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Publikumsgespräch im Schubertkino (in der Mitte Werner Boote)

  

DER BRIEF VON SANDRA KRAUTWASCHL

Sehr geehrter Hr. Boote!
Mein Name ist Sandra Krautwaschl, ich bin Physiotherapeutin, Mutter von 3 Kindern und lebe mit meiner Familie in der Nähe von Graz.
Am 17.9.09 war ich bei der Steiermarkpremiere von "Plastic Planet", was meinen Horizont sehr entscheidend verändert hat: Gleich unmittelbar nach dem Film kam mir die Idee zu einem "Plastikfreien Experiment". 
Meinen Mann und meine Kinder (12, 10 und 7Jahre) konnte ich mittlerweile ebenfalls von dem Vorhaben überzeugen. Die Idee ist, dass wir zumindest einen Monat lang plastikfrei einkaufen und soweit irgendwie möglich auch plastikfrei leben wollen.
Obwohl ich schon bisher der Meinung war ein relativ umwelt- und gesundheitsbewußtes Leben zu führen, bin ich schon bei den ersten Überlegungen draufgekommen, dass dies eine sehr gravierende Veränderung unseres Lebensstils bedeuten wird. Es wird also einige "Vorarbeiten" und Recherchen sowie möglicherweise auch einige Kompromisse erfordern, dieses Experiment durchzuführen. Voraussichtlich wollen wir den November zum "plastikfreien" Monat erklären. 
In diesem Zusammenhang habe ich 2 Fragen an Sie: 
1.) Ich möchte den Verlauf des Experiments gerne dokumentieren (Einkaufstagebuch, Fotos, Filmaufnahmen, persönliche Erfahrungen...) und am Schluss ein Resumee schreiben. Wären Sie daran interessiert, dass ich Ihnen die Ergebnisse zukommen lasse? 
2.) Bei vielen Produkten ist es nicht ganz eindeutig, welche Materialien verwendet werden. Wären Sie bereit mir gegebenenfalls diesbezüglich ein paar Fragen zu beantworten bzw. die nötigen Kontaktadressen weiterzugeben? 
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, in jedem Fall aber möchte ich mich bedanken, dass Sie diesen Film gemacht haben. 
Mit freundlichen Grüßen Sandra Krautwaschl 

 

 

DAS PLASTIKFREIE LEBEN VORBEREITEN

Regisseur Werner Boote und Produzent Thomas Bogner laden Sandra Krautwaschl und ihren Mann Peter Rabensteiner am 02. Oktober 2009 zu einem ersten Gespräch nach Wien ein. Gemeinsam wird überlegt, wie aus dem Vorhaben ein lehrreiches Experiment mit geeigneter Breitenwirkung entstehen kann. Werner Boote und Thomas Bogner versprechen, Familie Krautwaschl beim Experiment zu unterstützen und zu begleiten.

Das Projekt erhält den Namen: "Kein Heim für Plastik." Die Vorbereitungen starten und die ersten Probleme tauchen auf: Wo findet man plastikfreie Zahnbürsten, Toilettenpapier ohne Plastikverpackung oder Kartoffelchips, die ohne Plastiktüte erhältlich sind. Hier finden Sie hilfreiche Tipps für den plastikfreien Einkauf.   

 

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Sandra und Peter beim 1. Treffen (Foto: Werner Boote)

 

DAS PLASTIKFREIE HAUS

Als die gröbsten Vorbereitungen für das Experiment getroffen sind, fahren Regisseur, Produzent, Kameramann und Ausstatterin am 19. Oktober 2009 in den kleinen Vorort von Graz, wo die fünfköpfige Familie wohnt. So, wie Werner Boote es im Film "Plastic Planet" von einigen Familien vorzeigen ließ, befreien auch Sandra und Peter und ihre Kinder Samuel, Marlene und Leonard das Haus von Plastik. Vor laufender Kamera räumen sie alles in den Garten.

Nachdem alles Plastik vor dem Haus der Krautwaschls ist, ruft Werner Boote: "Ihr habt ja noch viel mehr Plastik als die Amerikaner!" und spielt damit auf die Hausausräumungsszene in Amerika im Film an. Aus dem Filmmaterial der Hausausräumung der Krautwaschls fertigt Cutter Tom Pohanka dieses Video. An diesem Tag entsteht auch das Titelbild für das Experiment:

 

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 v.L.n.R. Marlene, Sandra, Peter, Leonard, Samuel (dahinter Werner Boote)

 
 

DAS PLASTIKFREIE LEBEN

Am 14. November 2009 startet Familie Krautwaschl das Experiment mit folgenden Spielregeln: Sandra und ihre Familie kaufen einen Monat lang plastikfrei ein und verwenden, soweit praktikabel, in dieser Zeit möglichst keinerlei Gebrauchsplastik in Küche, Bad und Keller.

Das Experiment macht der Familie von Anfang an Spaß. Es geht Sandra und Peter weder um Verzicht noch um Rigorosität. Vieles kann und will man nicht entbehren, nicht den Computer, den Fernseher, das Handy, den Kühlschrank und den Staubsauger. Doch bei vielen anderen Produkten hat man die Wahl, da sie entweder aus Plastik oder aus Glas, Holz, Metall, Keramik oder pflanzlichen Fasern hergestellt werden. - Tipps und Tricks für das plastikfreie Leben finden Sie am Ende der Seite.

Am 25. November 2009 wird Sandras Geburtstagfest gefeiert und ihre Gäste kommen mit plastikfreien Geschenken. Darunter Ersatz für jene Gegenstände, die früher aus Plastik waren und aufgrund des Experiments aus dem Haus verschwanden: Salzstreuer, Pfeffermühle, Stühle, Vorratsbehälter und ähnliches. 

Das Experiment findet rasch starkes mediales Interesse. Kurz vor dem ersten Adventssonntag besucht die österreichische Star-Journalistin Nadia Weiss (Kronenzeitung) die Familie und berichtet daraufhin an jedem Adventsonntag in großen Artikeln der Krone Bunt über die Erlebnissen der Krautwaschls. Danach folgen Drehtermine mit zwei österreichischen Fernsehsendern. Viele lokale und internationale Zeitungen, Magazine, Radio- und Fernsehanstalten sind seitdem bei der Familie zu Besuch. Sandra ist beliebter Gast bei Talk-Shows.  

In ihrem Blog "Kein Heim für Plastik" berichtet Sandra von den Herausforderungen und Erlebnissen rund um das Experiment. Der Blog erfreut sich großer Aufmerksamkeit. Peter Rabensteiner verarbeitet seinen Kampf mit dem unliebsamen Material in seinem Song "Plastik überall".

Sandra Krautwaschl: "Mein eigenes Wohlbefinden hat sich seit Beginn unseres Experiments eindeutig verbessert."  

 

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Peter, Samuel und Melanie beim plastikfreien Frühstück (Foto: Sandra)

 

DIE PLASTIKFREIE COMMUNITY

Nach Ablauf des Experiments beschließt die Familie, dass ihnen auch weiterhin kein Plastik mehr ins Haus kommt. Das neue Plastikbewußtsein wurde zu einer neuen Lebenseinstellung.

Sandra Krautwaschl sagt: "Für uns als Familie war das Experiment in jeder Hinsicht eine große Bereicherung. Durch unser Plastikexperiment wurde ich aufmerksamer was den Konsum angeht. Ich bin jetzt sehr stark sensibilisiert für Konsumfallen insgesamt. Es ging in unserem Experiment immer darum, möglichst sinnvolle, praktikable und vor allem nachhaltige Lösungen zu finden."

Peter Rabensteiner ergänzt: "Die Tatsache, dass wir unseren Plastikmüll seit Beginn des Experiments um ca. 95 bis 98 Prozent und den restlichen Müll um ca. 50 Prozent reduzieren konnten, reicht mir als persönliche Bestätigung."

Die teilweise teureren Einkäufe bei Lebensmitteln lohnen sich im Zusammenhang mit dem nachhaltigeren Konsumverhalten durchaus auch finanziell, weil man generell bewußter einkauft und sich dem Konsumwahn widersetzt. 

Durch das neue Einkaufsverhalten haben zumindest die allerschlimmsten »Giftbomben« im Haushalt der Krautwaschls keine Chance mehr. Das betrifft vor allem den gesamten Bereich der Putzmittel, Waschmittel, Körperpflege- und Hygieneartikel. Das Experiment wurde zu einem Teil des Lebensalltags. Sandra Krautwaschl hält Vorträge über das Leben ohne Plastik und ermutigt unzählige Menschen zum plastikfreien Leben.

Aufgrund des Films "Plastic Planet" und des Experiments zum Film wählen weltweit Menschen für ein plastikfreies beziehungsweise plastikbewußtes Leben. Mehrere Plattformen auf sozialen Medien bieten Informationen für dieses neue Plastikbewußtsein. Mittlerweile wird von einer neuen Bewegung gesprochen, die sich gebildet hat.

Kritiker des plastikfreien Lebens meinen, es würde sich um eine Modeerscheinung handeln. Ein englisches Wörterbuch hat für jene Menschen, die plastikfrei beziehungsweise plastikbewußt leben, auch schon ein Wort gefunden: "Plasticarians" ist eine Zusammensetzung aus "plastic" und "care". Werner Boote hält jedoch am deutschen Namen fest: "Die plastikfreie Community".

 

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Sandra Krautwaschl schenkt Werner Boote das erste Exemplar ihres Buches

 

DAS BUCH "PLASTIKFREIE ZONE"

Über die Erlebnisse und Erfahrungen schreibt Sandra Krautwaschl im Frühjahr 2012 ein Buch mit dem Titel: "Plastikfreie Zone", das im Heyne Verlag erscheint.

Die Presse schreibt darüber: "Angeregt von dem Film `Plastic Planet´ versuchte Krautwaschl, mit ihrer Familie etwas gegen den "Plastik-Wegwerf-Boom" zu tun. Gar nicht so einfach: Was tun, wenn man sich weiter die Haare waschen, die Zähne putzen und sich der Sohn ganz sicher nicht von seiner Plastik-Ritterburg trennen will? Eine unterhaltsame, undogmatische Lektüre mit einer motivierenden Botschaft: Jeder kann im Kleinen die Welt verbessern und dabei Spaß haben – aus einem Monat Selbstversuch sind mittlerweile zwei Jahre geworden!" 

Das Buch "Plastikfreie Zone" erfreut sich regen Interesses im deutschsprachigen Raum. Als sehr hilfreich werden auch die Tipps und Links am Ende des Buches empfunden. Sandra Krautwaschls Buch ist im Handel erhältlich. Auch finden Sie "Plastikfreie Zone" bei Amazon

 

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 Das Buch über das Experiment zum Film

  

DIE PLASTIKFREIEN FREUNDE

Schon während der ersten Treffen entwickelte sich zwischen Werner Boote und der Familie Krautwaschl eine gute Freundschaft. Bereits im November 2009 war Werner Boote einer der Gratulanten bei Sandras Krautwaschls Geburtstagsfeier. Seitdem treffen sie sich privat.

Als Werner Boote in Berlin den Deutschen Umweltmedienpreis 2010 für Plastic Planet verliehen bekommt, reisen Sandra und Peter zu Verleihung ohne ihn darüber zu informieren. Als besondere Überraschung hat Peter Rabensteiner für Werner Boote eigenhändig ein ganz persönliches Geschenk gebaut: Einen Holzplaneten aus Papiermaschee, Golddraht und Holz - als Gegenstück zum Plastikplaneten. Peter Rabensteiner machte ein Video von der Verleihung

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"Der plastikfreie Planet" von Peter Rabensteiner

 

DER PLASTIKFREIE EINKAUF 

Heute schießen plastikfreie Geschäfte "wie die Schwammerln" aus dem Boden! Es gibt sie schon in Wien, Innsbruck, Dresden, Berlin, München, Linz und immer mehr kündigen sich an. Viele davon sind start-ups, die sich über jede Unterstützung freuen.

Dennoch gibt es Produkte, die nicht so einfach zu finden sind. Vieles davon lässt sich aber mit etwas Spitzfindigkeit zum Beispiel in plastikfreien Läden, Bioläden, Reformhäusern, Bio-Supermärkten oder auf Märkten finden. Wer in speziellen Fällen selbst dort nicht weiterkommt, kann auf die immer häufiger werdenen plastikfreien Internetportale ausweichen. Abhängig vom Wohnort wird man natürlich vor allem auch bei Landwirten sehr gut fündig. 

Hier einige Beispiele:  

  • Milch: Mit einer alten Metallmilchkanne kann man die Milch bei einem Bauern in der Nähe holen. In einigen Bioläden und im Bio-Supermarkt wird Milch in Glasflaschen angeboten. Die Einzige, die einen Metallschraubverschluss hat, kommt aus Deutschland. Bei den Flaschen mit Plastikdeckel kann man sich damit trösten, dass die Milch wenig damit in Berührung kommt. In einigen Orten gibt es auch Milchautomaten.
  • Mineralwasser, Säfte: Auch große Getränkeflaschenabfüller, die viele Jahre nur Plastikflaschen an Supermärkte lieferten, finden (noch etwas träge) wieder Gefallen an der Glasflasche. Getränke aus der Glasflasche sind nicht nur gesünder sondern schmecken auch besser. In einigen Orten gibt es bereits Mineralwasserautomaten zum Selbstabfüllen zu denen man die eigene Glasflasche mitnehmen kann. Getränke in Getränkekartons sollten verweigert werden, da die Innenbeschichtung Plastik ist.  

  • Sauerrahm, Schlagobers, Joghurt: In Bioläden und teilweise auch mit Metallschraubverschlüssen erhältlich. 
  • Topfen/Quark: In Bioläden und auf Märkten lässt er sich „offen“ finden. Er schmeckt viel besser als herkömmlicher „Packerltopfen“. Man kann sich den Topfen in ein mitgebrachtes Rexglas füllen lassen.
  • Müsli: Offen mittlerweile in vielen Läden und in sehr guter Qualität (verschiedene Mischungen) erhältlich. Vielfach  sogar günstiger als abgepackte Müslis. Manche Müsli findet man in Papier und Kartonpackung. Hier muss jedoch davor gewarnt werden, dass es sich um Recycling-Verpackungsmaterial handeln kann, wovor einige Studien ebenfalls warnen.
  • Rosinen, Nüsse, Mandeln,Trockenobst: Beim Einkauf in plastikfreien Märkten, Bioläden und auf Bauernmärkten sollte man immer einen Behälter mitnehmen, da hier meist noch in Plastiktüten abgefüllt wird. 
  • Gewürze, Vanillezucker: Oft sind hier kleine Geschäfte Gewürzeparadiese, die ihre Gewürze in großen Gläsern aufbewahren. Man kann sich alles in mitgebrachte Behälter abfüllen lassen. Gewürze lassen sich auch gut auf Vorrat kaufen, was in jedem Fall umweltschonender sein kann.
  • Kaffee: In Kaffeeshops lässt sich offener Kaffee in Bio-und Fairtrade Qualität kaufen, den man sich in mitgebrachte Behälter oder Papiersäcke füllen lassen kann. Gerade bei Kaffee sollte auf Natur schonenden Anbau geachtet werden. Um die Transportwege wird man wohl eher kaum herum kommen.
  • Lebensmittel generell: Hat man sich einmal die Mühe gemacht hat, jene Läden oder Märkte zu finden, welche jene Nahrungsmittel - die man gerne isst - ohne Plastikverpackung anbieten, ist der größte Schritt für ein plastikfreies Leben getan. Aufbewahren kann man Lebensmittel in den coolen Glasbehältern (zB Weck-Gläser) mit Kautschuckdichtung. Obst-, Gemüse und Brot halten am besten in biologisch abbaubaren Kunststofftüten (zB NaKu-Tüten). Diese können auch zum Einfrieren verwendet werden. - Es lohnt sich, Lebensmittelprodukte plastikfrei einzukaufen, obwohl sie (teilweise) einen etwas höheren Preis haben. Nicht nur wegen der Gesundheits- und Umweltaspekte sondern auch weil sie wirklich viel besser schmecken als herkömmlich verpackte. Wer bewußter einkauft, steigt am Schluss insgesamt oft finanziell günstiger aus. - Zu bedenken ist die teilweise kürzere Haltbarkeit. Dasselbe gilt für Käse und Wurst, wenn man sie offen kauft. Aber auch hier gilt: Wer bewußter konsumiert, hat eine bessere Übersicht über seine Einkäufe. Weniger Lebensmittel landen im Mülleimer, weil sie schlecht geworden sind. Dazu Klaus Rhomberg in einem Interview.
  • Textilien: Selbst wenn 100% Baumwolle draufsteht heißt das nicht, dass kein Kunststoff drin ist. Alternativen aus Naturmaterialien (in Bioqualität und entsprechender Verarbeitung, möglichst Fairtrade) gibt es inzwischen in  zufrieden stellender Auswahl. Aber noch nicht für alle Zwecke (man denke an „Funktionskleidung“) und viele der Naturmaterialien sind nicht vegan. Kleidertausch wird immer mehr zum Trend. Wer sich einmal Plastik verweigert, stellt sich generell selbstwußter gegen den Konsumzwang. Wir empfehlen Produkte aus Hanf. Produktionsbedingungen, Herkunft un Inhaltsstoffe (!) sollten vor dem Kauf genau unter die Lupe genommen werden. 
  • Hygiene- und Kosmetikartikel: In vielen Bio- und Alternativmärkten finden sich Produkte in Glasflaschen oder anderen plastikfreien Behältern. Vereinzelt werden Produkte auch zum Nachfüllen angeboten. Vor allem sollte man auch darauf achten, keine Produkte mit Mikroplastik als Inhaltsstoff zu verwenden. Als Einkaufsratgeber möchten wir gerne auf "Mikroplastik - Die unsichtbare Gefahr" BUND verweisen. - Es gibt auch Damenbinden ohne Plastik.
  • Zahnbürsten: In den meisten plastikfreien Supermärkten werden Zahnbürsten aus Holz bzw. Bambus angeboten. Sie sind auch leicht über Internetshops zu finden. Hier ein Bericht über Zahnbürsten.
  • WC-Reiniger: Zitronensäure kann man sich in Pulverform zum Beispiel im Reformhaus oder in der Apotheke  in eigene Behälter füllen lassen. In manchen Drogeriemärkten ist sie in Karton erhältlich. Etwas Zitronensäure in die Toilette streuen, mit der WC-Bürste verteilen, ca. zehn Minuten einwirken lassen und dann am besten mit heißem Wasser und WC-Bürste nachschrubben, spülen und fertig.

Für Fortgeschrittene bietet Sandra Krautwaschl weitere Tipps in ihrem Blog "Kein Heim Für Plastik".

Mehr zum plastikfreien Einkaufen

 

 

MENSCHEN LEBEN PLASTIKBEWUSST/PLASTIKFREI

In zahlreichen Fernsehberichten und Zeitungsartikeln über das plastikfreie Leben können Sie sich einen ersten Eindruck über das plastikfreie Leben verschaffen. Zum Beispiel: 

    • Familie Krautwaschl aus der Steiermark - Mehr dazu finden Sie auf der Seite "Plastikfrei Leben"

    • Nadine Schubert aus Haßberg, Bayerisches Fernsehen: "Haßbergerin lebt nahezu ohne Plastik"

    • Elisabeth Lederer und Landtagsabgeordnete Christiane Brunner, TV-Bericht: "Ohne Plastik"

    • Doris Koch, in ihrem Blog: "Mein Leben in der Plastikwelt" oder im ORF TV Bericht "Selbstversuch"

    • Katja, YouTube: "Wohnen ohne Plastik"

    • Familie Wagner aus Hamburg, TV-Bericht: "Plastik? Nein danke!" oder "EIn Leben ohne Plastik"

    • Aktion Hand in Hand, YouTube: "Einkaufen ohne Plastik"

    • Kindernetz, TV-Bericht: "Ein Tag ohne Plastik"

    • Johannas Landleben und Küche, "Mein Plastik-Experiment"

    • Piepmatz TV "Plastikfreier Leben"

    • Barbara Breuer, TV-Bericht Lokalzeit Aachen "plastik- und plastiktütenfrei"

    • Robert Zabloschi

    • Katrin Schülers plastikfreies Geschäft: "Plastikfreie Zone" - mehr dazu auf der Seite Plastikfrei Leben    

    • Familie Böke aus Köln, "Der große Haushaltscheck: Plastik - Alleskönner oder Teufelszeug?" 

    • Susan Rößner aus Hainichen, "Hainicherin sagt Plastik den Kampf an"

    • Andreas Arnold aus Friedberg beschließt: "Kein Platz für Plastik" (Wetterauer Zeitung 8/2015) 

    • Stella Meyer´s Blog "Leben ohne Plastik" bietet Tipps zur Plastikvermeidung (Berlin)

    • Svenja FräuleinÖko "Plastikfrei leben - Erfolge, Probleme, Kompromisse" (2015)

   

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