Bombensicher

 

Ein Kunst-Krimi

über die letzten Tage des Dritten Reiches. 

Die wahre Geschichte vom Kunstschatz im Salzbergwerk Altaussee

anlässlich George Clooneys "The Monuments Men".

 

TV-Dokumentation, 50 Minuten

Drehorte: Österreich, Belgien, USA

Produktion: TV&More für ServusTV - Red Bull Media House (2014)

Um die wertvollsten Kunstschätze der Welt vor den Bomben der Alliierten zu schützen, schafften die Nazis ab 1943 mehr als 7.000 Kunstgüter in das Salzbergwerk von Altaussee. Das beschauliche Örtchen inmitten der malerischen Bergwelt des Salzkammergutes wurde zum größten Kunstdepot des Dritten Reiches. Neben Gemälden von Vermeer, Breughel und Rembrandt lagerten Michelangelos „Madonna mit dem Kinde“ und Van Eycks „Genter Altar“ in der Tiefe des Altausseer Salzbergwerks. Doch vor den Bomben der Alliierten in Sicherheit, sollten die Kunstwerke in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges ausgerechnet dem Vernichtungswahn fanatischer Nazis zum Opfer fallen.

Der Dokumentarfilm „Bombensicher“ betrachtet die spektakulären Vorgänge rund um das größte Kunstdepot des Dritten Reiches. Historiker und Kunsthistoriker, Zeitzeugen und Salinenangestellte führen in ein faszinierendes Geflecht aus Lügen und Gerüchten rund um die Rettung der wertvollsten Kunstschätze der Welt vor gefährlichen Bomben.

 

TRAILER ansehen (YouTube)

 

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Spurensuche: Hannes Weissenbacher und Kunsthistoriker Andreas Lehne (Bundesdenkmalamt Wien)

 

Die meisten Szenen im Salzbergwerk Altaussee wurden NICHT im touristischen Bereich gefilmt. Mit Hannes Weissenbacher, dem Sicherheitsbeauftragen der Salinen AG und Andreas Lehne, Kunsthistoriker vom Bundesdenkmalamt in Wien, stieg das Team sogar ins König Josef Werk ab, welches sich tief im Inneren des Berges befindet und seit langem aufgelassen ist. Dort (siehe Foto) waren zwischen 1943 und 1945 viele der Kunstschätze aufbewahrt. 

 

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Über 7.000 Kunstschätze befanden sich im Salzbergwerk Altaussee (Foto: Bundesdenkmalamt)

 

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Nach einem gefährlichen Abstieg durch aufgelassene Stollen erreichen Hannes Weissenbacher und Andreas Lehne das König Josef Werk im Salzberg

 

Weiters tritt im Film "Bombensicher" der 91-jährigen Altausseer Hans Matlas auf, der noch nie zuvor vor einer Kamera über seine Beobachtungen sprach. Matlas war im zweiten Weltkrieg Panzersoldat und wurde während der dramatischen Tage im Frühjahr 1945 von Gauleiter August Eigruber nach Altaussee überstellt, weil dieser mit acht US-Fliegerbomben das Salzbergwerk und damit den größten Kunstschatz in die Luft sprengen wollte. Matlas ist der letzte Überlebende, der diese 800 kg Bomben mit eigenen Augen sah. 

Basierend auf neuen Rechercheergebnissen rekonstruiert der Film vor allem die Tage zwischen Anfang April bis Mitte Mai 1945  in Altaussee. "Bombensicher" erzählt, welche Rolle die Herren Ernst Kaltenbrunner, August Eigruber, Adolf Eichmann und andere hochrangige Nazi-Funktionäre, die US-Spezialeinheit "Monuments Men" und vor allem die Altausseer Bevölkerung - ganz besonders die Salzbergarbeiter Hermann König und Alois Raudaschl - bei der Bergung der Bomben aus dem Bergwerk spielten.

70 Jahre lang sorgten einander widersprechende Berichte, Anekdoten und unzählige Lügengeschichten der damals Beteiligten für Verwirrung. Jetzt ist es an der Zeit, die Geschichte so zu erzählen, wie sie sich tatsächlich zugetragen hat. 

Im Film "Bombensicher" sehen Sie weiters Interviews unter anderem mit: 

 

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Prof. Gerhard Jagschitz, Historiker, Wien 

 

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Mag. Konrad Kramar, Autor und Journalist, im Lesesaal der Wiener Nationalbibliothek

 

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Hélèn Dubois, Kunstrestauratorin des Genter Altars, Belgien

 

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Johnathan Petropolous, Kunsthistoriker, USA

 

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Elfriede Gasperl, Zeitzeugin, Altausseerin

 

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Josef Weissenbacher, Zeitzeuge, Altaussee

 

Regisseur Werner Boote zum Film:

 
Unzählige Anekdoten ranken sich um den Kunstschatz im Altauseer Salzberg. Die Mona Lisa sei dort aufbewahrt worden! Van Eyck´s Genter Altar sei von Bergarbeitern als Jausenbrett verwendet worden! - Schon während der Recherche für diesen Film stellte ich fest, dass nichts davon wahr ist, aber dass die Vorfälle der letzten Tage des 2. Weltkriegs in Altaussee zu den mit Abstand spannendsten und auch österreichischsten Geschichten unseres Landes zählen.
 
Wer Altaussee entwirrt und hinter das vielzitierte "Schweigen im Dorf" zur NS-Vergangenheit blickt, entdeckt ein schier unfassbares Geflecht an persönlichen Interessen von Menschen die um Leben, Kunst, Macht, Geld und Arbeitsstätte kämpften. Das führte schließlich dazu, dass 7.000 wertvolle Kunstschätze doch nicht durch die Fliegerbomben in die Luft flogen und Österreichs größte Salzgewinnungsstätte der Region erhalten blieb. Die Altausseer gingen unheldenhaft als DIE Kriegsgewinnler hervor.
 
 

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Das alte Mundloch (Eingang zum Salzbergwerk) in Altaussee, Salzkammergut

 

Hier finden Sie mehr zum Thema:

Über den Bergungsort Salzbergwerk Altaussee (Wikipedia)

Das Buch von Journalist Konrad Kramar "Mission Michelangelo" (Residenzverlag) 

Das Buch von Historikerin Katharina Hammer "Glanz im Dumkel" (Salzwelten-Shop) 

Die Vorlage zum Film "Monuments Men" von Robert M. Edsel "Monuments Men - Die Jagd nach Hitlers Raubkunst"

Filmkritik George Clooneys "Monuments Men" (Süddeutsche)

Weitere Lektüre von Emmerich Pöchmüller, Albrecht Gaiswinkler, Christian Reder und vielen anderen.

Sie können das Salzbergwerk im Luftkurort Altaussee besuchen: Salinen Austria AG

 

 

Bezüglich Monuments Men:

Die Monuments Men war eine Spezialeinheit der US-Armee, die für die Sicherstellung der von den Nazis angehäuften - vielfach geraubten - Kunstgüter  beauftragt war.

Als die Monuments Men am 8. Mai 1945 in Altaussee ankamen, waren die Fliegerbomben längst von den Bergleuten aus dem Salzberg weggebracht und die Mundlöcher (Eingänge zum Salzbergwerk) zugesprengt.

Autor Konrad Kramar dazu: "Alles, was die Monuments Men machen mussten, war die Eingänge freischaufeln und die Gemälde herausholen."

Danach wurden die wertvollsten Werke schleunigst zur Sammelstelle nach München gebracht, um sie dann den rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben. Van Eycks Genter Altar, das wohl entscheidenste Werk der Kunstgeschichte, wurde nach Brüssel transportiert und ist heute in Gent zu besichtigen. Im Moment wird es dort im Museum der schönen Künste restauriert. Die fertigen Flügel des Altars befinden sich in der Saint Bavo Kathedrale

Vermeers berühmtes Gemälde "Die Malkunst" ist im Kunsthistorischen Museum Wien ausgestellt. 

Entgegen vieler falscher Berichte wurden die letzten Kunstgegenstände tatsächlich erst in den 1960-er Jahren aus dem Bergwerk geschafft.

 

 

ERSTAUSSTRAHLUNG:

ServusTV 20.02.2014 um 21:15 Uhr

Laut Arbeitsgemeinschaft Teletest (agtt) zählte Bombensicher zu den meistgesehendsten Sendungen des Tages.

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PRESSESPIEGEL

Pressetext (Wolfgang Weitlaner)

SERVUS am MORGEN

Die wahren Kunstretter waren die listigen Altausseer (OÖ Nachrichten, Luigi Heinrich)

Der Schatz im Salzbergwerk (Der Ennstaler) 

 

 

Pressetext Servus TV:

Es war der größte Kunstschatz aller Zeiten. Versteckt in einem Salzbergwerk sollte die Raubkunst der Nazis vor den Alliierten in Sicherheit gebracht werden. Doch kurz vor Ende des Krieges geraten die Kunstwerke in Gefahr. Und so kommt es zu einem beispiellosen Rettungseinsatz.

Neben Historikern und Kunsthistorikern kommen in "Bombensicher - der Schatz im Salzbergwerk" auch Zeitzeugen der letzten Tage zu Wort. Regie führte der renommierte österreichische Filmemacher Werner Boote ("Plastic Planet"). ServusTV zeigt die hochspannende Dokumentation rund um die Geschehnisse, die auch George Clooneys neuester Film "Monuments Men" thematisiert, am Donnerstag, den 20. Februar ab 21:15 Uhr.

 

Es beherbergte den wohl größten Kunstschatz der Geschichte: Das Salzbergwerk von Altaussee, das von den Nazis einst zum Depot für die wertvollsten Kunstwerke der Welt umfunktioniert wurde. Doch in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs sind die Kunstwerke plötzlich in größter Gefahr. Der zuständige Gauleiter will den gesamten Stollen sprengen lassen, damit den heranrückenden US-Truppen kein einziges Gemälde in die Hände fällt.

Doch noch bevor die auf Kunstschätze spezialisierte US-Einheit „Monuments Men" das Salzkammergut erreicht, kommt es zu einer beispiellosen Rettungsaktion. Wer veranlasste sie, wer führte sie durch - und wie hat sie sich genau zugetragen? Die Dokumentation besucht gemeinsam mit Zeitzeugen die Schauplätze dieses denkwürdigen Ereignisses und zeigt, was damals wirklich passiert ist. Das Ergebnis ist eine spannende Reise in die Vergangenheit.

 

 

Andere Sprachfassungen:

"Bombs Away" - englische Fassung 

 

DVD kaufen:

DVD bei jpc

DVD bei amazon

 

Fotocredit:

Falls nicht anders angegeben: TV&More 

 

Dank an:

Salinen Austria AG, Kunsthistorisches Museum (Wien), Museum für Schöne Künste (Gent), Katharina Hammer und Hans Fuchs (Kultur im Ausseerland) 

 

Nach einer Idee von Martin Demmerer und Rudolf Klingohr.

 

STABLISTE:

Buch und Regie: Werner Boote

Schnitt: Roland Buzzi

Kamera: Dominik Spritzendorfer, Oliver Indra, Ferdinand Steininger

Kameraassistenz: Petra Plank

Ton: Franz Moritz

Recherche: Tanja Rogaunig, Martin Demmerer

Produktionsleitung: Ursina Angel

Produzent: Rudolf Klingohr, Martin Demmerer, Oliver Braunger

Redakteur: Björn Thönicke

 

Eine Produktion von TV&More für Servus TV, 2014

DVD bestellen bei: TV&More oder DVD bei jpc

 

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