Die Kunst der Körperpflege (2011)

 

Trainieren, epilieren, wachsen, cremen, zupfen, stutzen - was Menschen alles für Ansehen, Job und Liebe tun - oder nicht tun, zeigt Werner Boote in seiner Dokumentation. 

 

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Sebastians Tag beginnt mit Muskeltraining. 


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Dafür hat er sich im Schlafzimmer eine Stange an die Wand geschraubt. 

 

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Und obwohl sein Kopf kahlgeschoren ist, geht er regelmäßig zum Friseur.
 


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Dort lässt er sich die Wimpern färben. „Die Augen sind das Tor zur Seele“ sagt er. Während im Herrenkosmetiksalon eine junge Kosmetikerin ihm das Gesicht massiert, schüttet er ihr sein Herz aus: Er ist auf der Suche nach einer Frau, die auf sich schaut und mit ihm drei Kinder möchte.

Auf unterschiedliche Weise beschäftigen sich Menschen mit ihrem Körper und der Körperpflege. Manche übertreiben es. Andere wiederum ganz und gar nicht.

 

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Fusspflergerin Leopoldine hat alle Hände voll zu tun, wenn Franzi ihr seine Füße zur "Parmesan-Produktion" überläßt.

 

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Hier ein Auszug aus einem Interview zum Film "Die Kunst der Körperpflege" heute.at, 20.09.2011:

 

Heute.at: Gibt es bei "Der Kunst der Körperpflege" einen ganz besonderen Protagonisten?
Werner Boote: Bei der Körperpflege hatten wir einen Protagonisten der erstmal schief angeschaut wird, weil er sehr ungepflegte Füße hat. Auch wenn er mit der Mama zur Fußpflege geht ist das etwas heikel. Schön ist wenn man dann zeigen kann, dass er ein total cleverer Typ ist. Ich war beim Drehen ständig begeistert welche Meldungen er geschoben hat, so clever, so gescheit so schnell.
 
...was sagte er da etwa?
Das ist gar nicht im Film! Die Fußpflegerin sagt: "Bei mir passiert so viel, ich werde irgendwann einmal ein Buch schreiben." Da sagt er drauf: "Na da wird es aber viele Fußnoten geben." Unglaublich schlagfertig!
 
Gibt es eine für Sie extreme Szene bei der "Kunst der Körperpflege"?
Ganz extrem war für mich als ich zum ersten Mal das Sugaring der Intimzone gesehen habe. Ich habe schon von vielen Seiten gehört, dass das relativ weh tut. Es war dann auch sofort klar, dass der Protagonist ziemliche Schmerzen durchmacht! Er hatte Tränen in den Augen vor Schmerzen und ich beim Anblick ebenfalls.

 

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Warum eigentlich das Thema Körperpflege?


Ich finde die Atmosphäre in Parfümerien einfach ganz speziell, was sicherlich viel mit dem Duft zusammenhängt. Es ist ein Thema, das meiner Meinung nach immer wichtiger wird, weil wir immer mehr den persönlichen Kontakt vermissen: Es fehlt, dass einem jemand angreift. Gerade in einer Parfümerie ist das aber wichtig! Es gibt einen Slogan von Estée Lauder "Bringing the best to everyone we touch" und da steckt auch schon die Strategie drinnen: Wenn man einen Kunden hat und ihn sofort angreift, die Hand berührt, dann ist der körperliche Kontakt da und man ist gleich in einer ganz anderen Situation. Dieses Phänomen ist mir schon seit längerem ein Anliegen und das habe ich dann im Film mit den anderen Schauplätzen verbunden. (TH) 

  

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Parfumerieangestellte

 

In den vergangenen drei Jahren hat Boote zehn Filme für die TV-Reihe der Leidenschaften ("Die Kunst der ... ") gemacht. Boote untersuchte Weihnachtsbeleuchtung, Schundliteratur, Auto-Erotik, Sonnenbräune.
Der neue Film "Die Kunst der Körperpflege" widmet sich den Themen Fußpflege, Brazilian Waxing, Augenbrauenzupfen, Intimhaarentfernung und Fitnessstudio. Warum? "Für Körperpflege hab' ich mich immer schon filmisch interessiert. Ich wollte ja schon lange einen Film über Parfümerien und die Damen der Düfte machen. Und vor Kurzem hab' ich von Waxing gehört, das wollte ich mir anschauen", erzählt Boote im KURIER-Gespräch.

 

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Im Film "Die Kunst der Körperpflege" zeigt Werner Boote Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen: Mann und Frau, Ehemann und Ehefrau, mit Partner und heute ohne Partner, Single oder verheiratet, mit Freundin oder ohne, alleinstehend mit Kindern oder ohne Kinder -  und deren Leidenschaft zu Körperpflege.

Der ORF über Die Kunst der Körperpflege.

Lesen Sie ein Interview mit Werner Boote zu diesem Film.

Filmkritik "Körperpflege" DerStandard:

 

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Wann ist ein Mann ein Mann?

Durchwegs amüsant wird die immer absurder werdende Tendenz zur Körperpflege beleuchtet

In Werner Bootes art.genossen-Dokumentation "Die Kunst der Körperpflege" - Montag um 23.30 auf ORF 2 - kommen sowohl Herren zu Wort, die noch nicht einmal der Trend zum Fußnägelschneiden erreicht hat, als auch Bodybuilder, für die Wimpernfärben zum Standardritual gehört. Da wäre einmal Burli, ein humorvoller Mittvierziger, den Mutter, Frau Sporn, endlich zum gemeinsamen Gang zur Fußpflegerin überreden konnte. Für einen Moment glaubt man, in Spiras Alltagsgeschichten gelandet zu sein, als Burli von seinem Alltag beim AMS erzählt.

Nicht der Mama zuliebe, aber definitiv für die Frauenwelt quält sich ein anderer junger Mann nicht nur täglich im Fitnessstudio ab, sondern auch regelmäßig im Kosmetiksalon. Er wolle die Liebe fürs Leben finden und lasse sich dafür alle Körperhaare ausreißen. Schließlich erwarte er sich von der Traumfrau ebenso ein perfektes Äußeres.

Die Kamera Bootes (auch Regisseur von Plastic Planet) hat alles im Close-up eingefangen, auch das "Bikini-" oder wohl eher "Herrentanga-Waxing", dem sich mit Mundschutz und Chirurgenhandschuhen eine Depilatora (Enthaarungsfachfrau) widmet. Durchwegs amüsant beleuchtet die Dokumentation die immer absurder werdende Tendenz zur exzessiven Körperpflege. (Elisa Weingartner/DER STANDARD; Printausgabe, 30.5.2011)

 

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Boote ist ein komischer, unterhaltsamer Film gelungen, der seine Protagonisten nie bloßstellt. Man lacht mit ihnen, nie über sie.

Sebastian mit dem perfekt gestählten Oberkörper bittet in seine spartanisch eingerichtete Wohnung und zeigt seine sagenhaften Turnübungen. Es ist fast ein bisschen traurig, wenn er sagt: "Körperpflege ist mir wichtiger als Wohnungspflege. Ich wollte mit der Ex hier einziehen, aber das hat sich dann erledigt."

Boote hat einen liebevollen Blick auf Menschen mit manchmal erstaunlichen Körperpflege-Ritualen geworfen. Die Grenze zum Grotesken überschreitet er nicht. Wie das gelingt? "Man muss sich die Mühe machen, den Leuten gerecht zu werden. Ihnen ihre Sager lassen. Man muss die Menschen mögen."

 

„Die Kunst der Körperpflege“ ist die Geschichte von Menschen, die den Körperkontakt missen und sich diesen mit exzessiver Körperpflege holen: Parfumeriedamen, Körperpflege-Fanatiker und Menschen, die sich aus Prinzip nicht waschen.

 

STABLISTE:

Gestaltung: Werner Boote

Kamera: Dominik Spritzendorfer

Kameraassistenz: Mario Hötschl

Produktionsleitung: Florian Brandt

Produzent: Felix Breisach

Produziert von Felix Breisach Medienwerkstatt für ORF, 2011

 

DVD bestellen bei: 

Felix Breisach Medienwerkstatt

 

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