HINTER DEN KULISSEN

 

Einblick in die Entstehung des Films THE GREEN LIE - DIE GRÜNE LÜGE

IDEE

Im Herbst 2010 tritt Produzent Markus Pauser an Werner Boote mit einer Filmidee heran: „Nach dem düsteren Blick auf die Industrie in Plastic Planet könntest Du nun zeigen, dass es auch Konzerne gibt, die nachhaltig und fair produzieren.“ - Markus Pauser und Werner Boote kennen sich seit über 20 Jahren. Als sie sich zu dieser Zusammenarbeit entschließen, haben sie keine Ahnung, welche riesigen Abgründe sich durch diese besondere Themenwahl für sie auftun würden!

Die ersten Recherchen führen zu jenen Unternehmen, die in der öffentlichen Meinung ein positives Image hatten. Boote trifft sich mich mit Fairtrade und ähnlichen respektierten Vereinen und Organisationen und erfährt, dass Produkte keineswegs hundertprozentig nachhaltig sein müssen, nur weil grüne Slogans auf den Verpackungen kleben. Meist bezieht sich die Kennzeichnung nur auf einzelne Bestandteile der Produkte und davon muss oft auch nur ein geringer Bruchteil tatsächlich nachhaltig sein.

Mit der Zeit fällt Boote auf, dass er kein großes Unternehmen findet, das ihn `nachhaltig´ überzeugt. Im Gegenteil! – Und wie einfach es ist, sich ein grünes Mäntelchen umzuhängen, zeigt sich, als ihm bei einer Veranstaltung in Berlin ein Vertreter eines bekannten deutschen Prüf- und Gütesiegelanbieters vorschlägt, gegen Bezahlung von Euro 3.000,- den neuen Film mit dem Prädikat `CO2 neutral´ zu zertifizieren. Boote dazu: "Da war mir klar: Der neue Film soll THE GREEN LIE heißen und dieser Film wird ein wichtiger."

 

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(Klicken Sie auf das Foto für eine höhere Auflösung) 

 

KATHRIN HARTMANN  

„Kann man umweltfreundlich leben?“, ist die zentrale Frage einer spätabendlichen Ausgabe der legendären Diskussionssendung `CLUB 2´ im Österreichischen Rundfunk, die anlässlich Bootes Film Plastic Planet im Oktober 2011 abgehalten wird. Umgeben von VertreterInnen der Industrie sitzen sich Kathrin Hartmann und Werner Boote gegenüber. Hartmann ist Journalistin, Autorin (`Das Ende der Märchenstunde´) und Expertin für Greenwashing. Bei der Livesendung nimmt sie wortgewandt die hinterlistigen Statements der Geschäftsleute auseinander und legt die Profitinteressen der umweltzerstörerischen Konzerne offen.

Zu diesem Zeitpunkt spielt Boote bereits mit dem Gedanken, einmal etwas Neues auszuprobieren und einen Dokumentarfilm mit einer Filmpartnerin zu machen. Boote dazu: "Wir sind es zwar gewohnt, die Gedanken des Dokumentarfilmers durch die „Sprecherstimme aus dem Off“ zu erfahren, viel unmittelbarer und reizvoller erscheint es mir jedoch, Gedanken live vor der Kamera und inmitten des Geschehens auszudiskutieren."

Kathrin Hartmann reagiert auf Bootes Anfrage begeistert und die beiden beschließen, die grünen Lügen der Konzerne filmisch darzustellen und gemeinsam aufzudecken. 

  

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Werner Boote und Kathrin Hartmann in einer Drehpause

 

 

VORBEREITUNGSZEIT / RECHERCHE / PREPRODUCTION 

Robert Sattler leitet das Team der e&a film Wien und holt Produktionsleiter Florian Brandt ins Boot, der auch schon bei Plastic Planet dabei war. Kurz darauf nimmt das Recherche-Team mit Daniela Kretschy, Myriam Loukili, Inge Altemeier und Thomas Köttner die Arbeit auf. Das Filmteam setzt sich zusammen aus `alten´ Bekannten: Die Kameramänner Dominik Spritzendorfer und Mario Hötschl sowie die Tonmeister Andreas Hamza, Eick Hoemann und Atanas Tcholakov haben schon bei vielen Produktionen mit Boote zusammengearbeitet. 

Wie umfangreich die Ökolügen der Industrie sind, zeigt sich schon alleine dadurch, dass viele unterschiedliche Fälle in allen nur erdenklichen Branchen penibel recherchiert werden und sich herausstellt, dass die Methoden und Vorgangsweisen der Konzerne immer dieselben sind. Für THE GREEN LIE werden schließlich Fälle ausgewählt, die exemplarisch für alle Branchen stehen und zeigen, wie sich die Industrie generell verhält.

Boote zur Arbeitsweise: "Zwei Jahre lang traf sich das Rechercheteam zum allwöchentlichen Jour Fixe im Wiener Büro der e&a film. Kathrin Hartmann war meist via Skype zugeschaltet. Produktionsleiter Robert Sattler und Aufnahmeleiter Florian Brandt waren auch immer dabei. So wussten alle über die neuesten Erkenntnisse und Strategien Bescheid und wir konnten gemeinsam die nächsten Schritte überlegen und Drehs gut vorbereiten."  

 

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v.l.n.r.: Kameramänner Dominik Spritzendorfer und Mario Hötschl,

Tonmeister Andreas Hamza und Produktionsleiter Florian Brandt  

 

 

DREHPERIODE / RECHERCHE / SCHNITT

Die Dreharbeiten beginnen am 12. November 2015 bei der SEA Awards Gala in den Wiener Sofiensälen. Genauer gesagt bereits davor mit Kathrin Hartmanns Ankunft in Wien. Nach einem Dreh in einem Wiener Supermarkt reist das Team nach Indonesien. 2016 geht es nach Brasilien und über die USA (Lousiana, Austin, Philadelphia, New York) wieder zurück nach Österreich. Nach einem weiteren Dreh in Deutschland beginnen Cutter Roland Buzzi und Werner Boote im Frühjahr 2016 mit dem Schnitt.

Boote zum Schnitt: "Weil die grünen Lügen der Konzerne überall zu finden sind, erschien es mir wichtig, im Film auch Verbesserungsvorschläge anzubieten und nach Lösungsansätzen zu suchen. Dass diese jedoch ein generelles Überdenken des derzeitigen Wirtschaftssystems abverlangen, wurde uns erst während der ersten Schnittphase deutlich."

Im Herbst 2016 übernimmt Gernot Grassl den finalen Schnitt und Filmkomponist Marcus Nigsch (`Alles unter Kontrolle´) liefert bereits die ersten Tracks. Während der letzten Schnittphase im Sommer 2017 findet auch der letzte Dreh in Wien statt. Insgesamt entstand aus 120 Stunden Drehmaterial ein 93 Minuten Dokumentarstreifen, der schließlich im Herbst 2017 im Wiener Tonstudio Cosmix und im Wiener Postproduktionshaus Listo fertiggestellt wurde.

Boote zur Botschaft des Films: "Weltweit gibt es viele Menschen und Organisationen, die im Spannungsfeld mit den Konzernen auf der Seite dieses Films stehen. Wenn immer mehr Menschen die zerstörerischen Mechanismen der Konzerne und des deregulierten Kapitalismus verstehen, wird es uns vielleicht einmal gelingen, ein System zu schaffen, das keine grüne Lügen mehr braucht. Menschen, die im 16. Jahrhundert parlamentarische Demokratie forderten, wurden damals auch als Träumer abgetan. Mittlerweile wird dieses Regierungssystem vielerorts geübt. Heute dürfen, ja müssen wir von einem demokratischen Weltwirtschaftssystem träumen, wenn wir das schützen möchten, was wir am meisten brauchen: das Recht der Menschen und die Rechte der Natur."

 

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MARKETING / PRESSEARBEIT 

Der österreichische Kinoverleih Filmladen ist seit Beginn der Produktion in den Entstehungsprozess auch inhaltlich eingebunden und bringt THE GREEN LIE ab 9. März 2018 in die österreichischen Kinos. Der deutsche Kinoverleih Little Dream Entertainment stößt im Herbst 2017 dazu und entscheidet sich dafür, den deutschen Titel des Films zu verwenden:  DIE GRÜNE LÜGE startet in den deutschen Kinos am 22. März 2018. Der Weltvertrieb Wide House nimmt die Arbeit auf und der Film feiert am 18.02.2018 Weltpremiere auf der Berlinale in der Sektion Kulinarisches Kino und wird zum Glashütte Original Dokumentarfilmpreis nominiert. 

Wie jeder Film ist THE GREEN LIE eine Teamarbeit und präsentiert das Können und die Kreativität aller MitarbeiterInnen

 

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Fragen zum Film richten Sie bitte an die Produktionsfirma: e&a film

 

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